Park Sanssouci in Potsdam (Informationen 1/1 zu Bild 8)
   
Holländisches Viertel (Quelle)

Das Holländische Viertel, ein wenig Holland mitten in Potsdams Zentrum. Das Viertel mit seinen im holländischen Baustil errichteten Häusern wurde zwischen 1734 und 1742 errichtet. Die 134 Häuser sind während der Herrschaft Friedrich Wilhelm I. und Friedrich des Großen unter Leitung des Amsterdamer Architekten Johann Boumann entstanden. Ursprünglich wurden die Gebäude dazu errichtet, um einwandernde niederländische Handwerker aufzunehmen. Rein holländisch war das Viertel aber nie, da nur wenige Holländer in Potsdam ansässig wurden. Vorwiegend brandenburgisch-preußische Rekruten und deutsche Handwerker wurden mehrheitlich Bewohner dieser Häuser. Zu Zeiten der DDR war das holländische Viertel zunehmend unbewohnbar, weil es durch unterlassene Investitionen dem Verfall preisgegeben war. Pläne für eine Restauration existierten, wurden aber nicht realisiert. 
Zu heutiger Zeit muß man feststellen, daß viele Häuser Spekulationsobjekte geworden sind und ihr Preis künstlich in die Höhe getrieben wurde. Inzwischen werden sie aber vorwiegend an Künstler und Handwerker verkauft, um dem Viertel die typische Atmosphäre zu geben, die es zu Friedrichs Zeiten schon einmal hatte. Man findet hier auch kleinere Geschäfte, Gaststätten und Cafes.