Muskauer Park/Park Muzakowski (Informationen 2/5 zu Bild 6) Zum Verzeichnis der Informationenzum Bild zurück
   
… Doch als über diese Anträge entschieden wurde, gab es die Grenze nicht mehr. Der Beweis, dass eine fachliche Zusammenarbeit zwischen zwei politisch so verschiedenen Systemen möglich ist, musste nicht angetreten werden. Das Potenzial an Denkmälern dieser Kategorie ist auch in Deutschland größer als man meinen möchte. Das Wattenmeer zählt zu ihnen ebenso wie der Limes, dessen obergermanisch-rätischer Abschnitt ja nur Teil eines von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer sich erstreckenden Befestigungsgürtels ist. Wie willkommen dem Komitee grenzüberschreitende Anträge sind, geht daraus hervor, dass es in Helsinki beschloss, sie nicht den Einschränkungen zu unterwerfen, die ein Jahr zuvor in Cairns beschlossen worden waren. Einigen sich zwei Länder auf einen gemeinsamen Antrag, so ist dieser von der Regel, dass jeder Vertragsstaat nur noch ein Denkmal pro Jahr anmelden darf, ausgenommen. Er wird wie der Antrag eines Landes behandelt, das in der Welterbeliste noch nicht vertreten ist.

Oberkonservator DR. HANS CASPARY, Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, nahm als Mitglied der deutschen Delegation an der 25. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees teil, www.unesco-heute.de
 

"...ein nur vom Horizont umschlossenes großes Kunstwerk..." (Quelle)
Die deutsch-polnische Kooperation bei der denkmalpflegerischen Wiederherstellung des Parks von Bad Muskau 

Mit dem Muskauer Park in der Auenlandschaft der Neiße weist die deutsch-polnische Grenzregion eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Europas auf. Der Park wurde im Wesentlichen in den Jahren 1811-45 durch den Fürsten Hermann von Pückler-Muskau angelegt. Das insgesamt 750 ha große Gesamtprojekt erstreckt sich heute beiderseits des Flusses Neiße in der Lausitz beziehungsweise auf dem Gebiet der polnischen Stadt Leknica in der Wojwodschaft Zielona Gora. …