| Muskauer Park/Park Muzakowski (Informationen 1/3 zu Bild 11) | |
| Das Vermächtnis des grünen Fürsten (Quelle)
Der Park in Bad Muskau als deutsch-polnisches Denkmal Zwischen 1815 und 1845 machte Fürst Hermann von Pückler-Muskau seinen Grundbesitz an der Neisse zu einem der schönsten Landschaftsparks in Europa. Heute läuft die deutsch-polnische Grenze durch dessen Mitte. Dank enger Kooperation der Denkmalpfleger auf beiden Seiten gewinnt der Park zusehends seine ursprüngliche Gestalt zurück; nun wird seine Aufnahme in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes beantragt. Eine geistreiche Dame - so schreibt Fürst Pückler in seinen «Andeutungen über Landschaftsgärtnerei» (1834) - habe über den Muskauer Park gesagt, dass sie sich zwar «mancher pittoreskeren, grandioseren Gegend erinnere als der hiesigen, etwas aber, was ihr immer von neuem wohltuend eben hier auffalle, sei die imposante Ruhe, die in dem Ganzen herrsche». Der grosse Eindruck war hart erkämpft; um ihn zu schaffen, hatte der Fürst - als Landschaftskünstler ein begnadeter Autodidakt - Abertausende von Talern investiert. Ein früher Versuch zur finanziellen Sanierung des Projekts war an der gesunden Vorsicht des englischen Adels gescheitert: Pückler hatte sich 1826 pro forma von seiner Gattin Lucie scheiden lassen, um auf der fernen Insel als Mitgiftjäger sein Heil zu suchen. Zwar halfen ihm die «Briefe eines Verstorbenen» - der offenherzige Bestseller, den er über die Reise schrieb -, Muskau zunächst zu halten. Aber 1845 musste er es endgültig verkaufen. Die Nachbesitzer ergänzten und pflegten die Anlagen, bis eine der letzten Kampflinien des Zweiten Weltkriegs den noblen Entwurf idealer Natur in ein Trümmerfeld voller Schützengräben, gesprengter Brücken und zersplitterter Bäume verwandelte. Bei der Internationalen Bauausstellung Fürst- Pückler-Land, die von 2000 bis 2010 in der Lausitz stattfindet (www.iba-see.de), spielt der Muskauer Park eine Hauptrolle: Er soll als Inspirationsquelle für die Rekultivierung der vom Braunkohlenbergbau gezeichneten Region dienen. … |