Franz Hessels »Der Landwehrkanal« (Informationen 1/4 zu Bild 34) Zum Verzeichnis der Informationenzum Bild zurück
   
Das Röntgendenkmal in Berlin (Quelle) Einweihung sowjetisches Ehrenmal Treptow  (Quelle)
 

 
… Röntgens großartige Entdeckung sprach sich schnell herum, und so wurde auch der Deutsche Kaiser Wilhelm II. durch eine Zeitungsnotiz aufmerksam. Er lud Röntgen ein zu einem Experimentalvortrag am königlichen Hof in Berlin. …
Dieser 8. Mai 1949, vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands, ist ein Sonntag. Im neuangelegten Ehrenhain am Rande des Treptower Parks, in dem 7 000 beim Sturm auf Berlin gefallene Sowjetsoldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, zu Füßen des 30 Meter hohen Monuments mit der Figur des Soldaten, der ein Kind auf dem Arm trägt und mit dem Schwert ein Hakenkreuz zerschlägt, haben Einheiten der sowjetischen Besatzungstruppen Aufstellung genommen. Unter den erschienenen deutschen Gästen der Ko-Vorsitzende der SED und spätere DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl und Ostberlins Oberbürgermeister Friedrich Ebert. An der Spitze einer Abordnung der Volkspolizei steht Polizeipräsident Paul Markgraf, ein ehemaliger Wehrmachtsoberst und Mitglied des »Nationalkomitees Freies Deutschland«. Das Wort ergreift der sowjetische Stadtkommandant von Berlin, Generalmajor Kotikow. Er erinnert an die tödliche Bedrohung, die der Überfall Nazideutschlands für sein Land schuf. Das Denkmal werde ständig davon zeugen, um welchen Preis der Sieg der Sowjetunion errungen wurde. Nach ihm spricht Otto Grotewohl. Auch wenn einmal der letzte sowjetische Soldat deutschen Boden verlassen hat, sagt er sinngemäß, werden wir diese Gedenkstätte als ein Mahnmal des Friedens in unseren Schutz nehmen.