… Röntgens großartige Entdeckung sprach sich schnell herum,
und so wurde auch der Deutsche Kaiser Wilhelm II. durch eine Zeitungsnotiz
aufmerksam. Er lud Röntgen ein zu einem Experimentalvortrag am königlichen
Hof in Berlin. … |
Dieser 8. Mai 1949, vier Jahre nach der bedingungslosen
Kapitulation Nazideutschlands, ist ein Sonntag. Im neuangelegten Ehrenhain
am Rande des Treptower Parks, in dem 7 000 beim Sturm auf Berlin gefallene
Sowjetsoldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, zu Füßen
des 30 Meter hohen Monuments mit der Figur des Soldaten, der ein Kind auf
dem Arm trägt und mit dem Schwert ein Hakenkreuz zerschlägt,
haben Einheiten der sowjetischen Besatzungstruppen Aufstellung genommen.
Unter den erschienenen deutschen Gästen der Ko-Vorsitzende der SED
und spätere DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl und Ostberlins
Oberbürgermeister Friedrich Ebert. An der Spitze einer Abordnung der
Volkspolizei steht Polizeipräsident Paul Markgraf, ein ehemaliger
Wehrmachtsoberst und Mitglied des »Nationalkomitees Freies Deutschland«.
Das Wort ergreift der sowjetische Stadtkommandant von Berlin, Generalmajor
Kotikow. Er erinnert an die tödliche Bedrohung, die der Überfall
Nazideutschlands für sein Land schuf. Das Denkmal werde ständig
davon zeugen, um welchen Preis der Sieg der Sowjetunion errungen wurde.
Nach ihm spricht Otto Grotewohl. Auch wenn einmal der letzte sowjetische
Soldat deutschen Boden verlassen hat, sagt er sinngemäß, werden
wir diese Gedenkstätte als ein Mahnmal des Friedens in unseren Schutz
nehmen. |