Hobrecht, James Friedrich Ludolf
* 31.12.1825 Memel, † 08.09.1902 Berlin, Baumeister.
Nach dem Studium an der Bauakademie kam er 1858 als Regierungsbaumeister
an das Berliner Polizeipräsidium, Molkenmarkt 1. Hier erarbeitete
er von 1859 bis 1861 den Generalbebauungsplan Berlins, den sog. Hobrecht-Plan,
der 1862 in Kraft trat. Sein Konzept der Ring- und Ausfallstraßen
wurde die Grundlage des Berliner Verkehrsnetzes bis zur Gegenwart. Ab 1869
verwirklichte H. mit Unterstützung seines Bruders Arthur Hobrecht
und Rudolf Virchow seine Pläne der Berliner Kanalisation. Mit dem
zwischen 1875 und 1892 fertiggestellten Hobrechtschen Kanal- und Rieselfeldersystem
wurde Berlin damals zur weltweit saubersten Stadt. Von 1885 bis zu seinem
Ruhestand 1897 wirkte H. als Stadtbaurat für Tiefbau. Er ließ
zwischen Oberbaum und Unterbaum Ufermauern errichten, womit erstmals die
Großschiffahrt durch die Innenstadt Berlins möglich wurde. H.
war Mitglied der Akademie für Bauwesen und ab 1897 Stadtältester.
Zudem gehörte er dem Berliner Architektenverein an und leitete ihn
mehrere Jahre als Vorsitzender. H. wohnte u. a. in der Grabenstraße
34 (heute Reichpietschufer), in der Zimmerstraße 56 und 1892 am Lützowufer
38. Beigesetzt ist er auf dem Friedhof II der Sophiengemeinde. Die Hobrechtbrücke
(Kreuzberg) und eine Straße in Neukölln tragen seinen Namen.
Thielen, Karl Hermann Peter von
* 30.01.1832 Wesel (RheinProvinz), † 10.01.1906 Berlin, Politiker
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